ENERIGE GÜSSING - Die EU lässt bei uns forschen

 

 

Einer der größten Batteriespeicher Europas wird in unserem Stromnetz errichtet!

GÜSSING/STREM. Eines von zwei europäischen Forschungsprojekten zur Stabilisierung von Stromnetzen hat die Klima- und Energiemodellregion "Ökoenergieland" innerhalb der EU an Land gezogen. In Strem wird einer der größten Batteriespeicher Europas errichtet, der in ein öffentliches Stromnetz eingebunden ist.

Für stabile Stromnetze

Hintergrund ist die Tatsache, dass immer mehr dezentral erzeugter Ökostrom aus Biomassekraftwerken, Biogas- und Photovoltaikanlagen in die Stromnetze eingespeist wird. Was umweltpolitisch gewünscht ist, schafft allerdings Probleme bei der Netzversorgungsstabilität. Denn dieser Ökostrom ist nicht steuerbar und schwer zu prognostizieren, erklärt Joachim Hacker, Geschäftsführer des Europäischen Zentrums für erneuerbare Energie (EEE) in Güssing.

Großer Batteriespeicher

Als Modellregion zur Erforschung der Frage, wie sich Einspeisung und Verbrauch von Ökostrom optimal steuern lassen, dient ab 2020 das Netz des Stromversorgers Energie Güssing mit zehn Ortschaften. Herzstück wird ein Batteriespeicher in einer Größenordnung von rund einem Megawatt, der in Strem gebaut wird.

"Es geht darum, das Stromnetz für die Zukunft so zu optimieren, dass die Entnahme etwa für die Beladung von Elektrofahrzeugen ohne Einschränkung möglich ist", erläutert Martin Zloklikovits, Geschäftsführer der Energie Güssing.

"Elektromobilität, das Haus als Kraftwerk, Smart Meter und neue Dienstleistungen machen die Entwicklung von intelligenten Netzen notwendig", ist Projektleiter Philipp Novakovits vom EEE überzeugt.

Zehn Millionen Euro

Die Kosten von rund zehn Millionen Euro trägt zur Gänze die Europäische Union, die Projektleitung hat das griechische Konsortium Hypertech inne. Ein zweiter Speicher - ähnlich dem Stremer - wird parallel in einem französischen Skigebiet errichtet, wo der Stromverbrauch saisonal unterschiedlich sehr hoch ist.

Das Projekt "Merlon" ist auf drei Jahre angelegt. Im Lauf des Jahres werden laut Zloklikovits für die Anlage in Strem die nötigen Simulationsprogramme und Messsysteme entwickelt. Ende 2019 soll der Großspeicher installiert werden.

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